Fragen zur Eingabemaske

Muss ich Dokumente hochladen?
Du kannst/Sie können Dokumente hochladen, die Du/Sie als wichtig für das Geschehene erachtest/erachten, es ist aber kein Muss.

Werden diese Dokumente veröffentlicht?  
Nein. Sie werden gelesen, ausgewertet und anschließend vernichtet.

Muss/Kann ich die Dokumente anonymisieren, z. B. Namen schwärzen oder so?
Ja, darum bitten wir.

Kann ich negativ dafür belangt werden, dass ich die Dokumente zur Verfügung gestellt habe?
Nein, alle Dokumente werden vertraulich behandelt, keiner außerhalb der Anlaufstelle bekommt sie zu sehen. Bitte achte/n Sie trotzdem darauf, alle Namen, Anschriften etc. unkenntlich zu machen.

Wer hat Einblick in die Dokumente?
Die Dokumente werden nur von Mitarbeitenden unseres Instituts bearbeitet. Wir halten uns an die allgemeinen Datenschutzgesetze und sorgen dafür, dass die Dokumente sicher aufbewahrt und nach der Bearbeitung vernichtet werden.

Was passiert mit den Ergebnissen der Eingaben?
Die Ergebnisse von dem, was wir untersuchen, werden im Anschluss im Internet auf dieser Seite veröffentlicht. Es werden keine Personen oder bestimmte Einrichtungen erkennbar sein.

Bekomme ich eine individuelle Auswertung?
Das ist leider nicht möglich. Wenn Du/Sie eine individuelle Beratung/Rechtsberatung möchtest/möchten, dann kannst Du Dich/können Sie sich an eine Beratungsstelle dafür wenden. Unter folgendem Link findest Du/finden Sie Hilfsangebote: https://ombudschaft-jugendhilfe.de/ombudsstellen/

Ist es schlimm, wenn ich einige Sachen nicht mehr genau weiß? Ich habe oft keine Angabe angekreuzt, ist es trotzdem sinnvoll, bei der Befragung mitmachen?
Ja, die Eingabe ist uns auch dann willkommen.

Ich kenne die Unterscheidung zwischen den Erziehungshilfen nicht: Unter welche Art fällt meine Hilfe?
Das kannst Du/können Sie in Briefen vom Jugendamt nachlesen, in denen steht, dass die Maßnahme bewilligt wurde. Wenn Du/Sie es nicht beantworten kannst/können, klicke/n Sie „Sonstiges“ und schreibe/schreiben Sie in das Feld, was im Rahmen der Hilfe geleistet wurde (z. B. „Eine Frau kam 2x in der Woche und hat mit mir/meinem Kind geredet/etwas unternommen und manchmal auch mit meiner Mutter/meinem Vater“ oder „Jemand ist mit mir in die Schule gegangen“).

Reicht es, wenn nur ich die Fragen beantworte, ohne Eltern, o. Ä.
Ja.

Ich bin unter 18, darf ich trotzdem daran teilnehmen?
Ja.

Was bedeutet: „Um wie viele Kinder geht es in dem Fall?“
Damit ist die Anzahl der Kinder gemeint, die direkt an dem Fall beteiligt waren. Auch bei diesen Kindern hat das Jugendamt geprüft, wie es ihnen geht.

Was ist eine Ombudsstelle? Ich weiß nicht, was das ist.
Eine Ombudsstelle ist eine Stelle, bei der man sich beschweren kann und die einen in strittigen Fällen berät und unterstützt. Eine Übersicht von Ombudsstellen findest Du/finden Sie hier: https://ombudschaft-jugendhilfe.de/ombudsstellen/

Ich kenne einen meiner Elternteile nicht/habe keinen Kontakt/er, bzw. sie ist verstorben: Muss ich dennoch alles ausfüllen oder kann ich die Angaben zu den Eltern leer lassen?
Bitte fülle/n Sie nur das aus, was Du weißt/Sie wissen. Das andere lass/lassen Sie bitte leer.

Ich habe keinen eigenen Laptop/Computer, um die Umfrage in Ruhe zu machen. Kann ich die Umfrage auch auf dem Handy machen?
Ja, das geht auch.

Was bringt es, wenn ich Änderungswünsche hier vorschlage, werden diese umgesetzt?
Deine/Ihre Änderungsvorschläge werden aufgenommen und wenn viele andere auch diesen oder einen ähnlichen Vorschlag machen, dann erfahren Politik und Öffentlichkeit davon.

Was genau ist in dieser Befragung mit „Kinderschutzfall“ gemeint?
Ein Kinderschutzfall besteht dann, wenn im Rahmen des Verfahrens nach § 8 a SGB VIII dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden und somit die Interventionsschwelle überschritten wird und das Wächteramt greift. Kinderschutzverläufe sind daher abzugrenzen von der Erbringung von Hilfen auf Antrag hin, da im Rahmen des Verfahrens das Jugendamt von der Möglichkeit Gebrauch machen kann, auch gegen den Willen der Eltern tätig zu werden. Die hierfür erforderlichen Regelungen enthalten die §§ 8 a, 42 SGB VIII und § 1666 BGB.

Wie erreiche ich die wissenschaftliche Anlaufstelle? Wo kann ich Dokumente hinschicken?
In erster Linie sollen Daten zu Fällen über die Online-Befragung eingegeben werden. Das ist der beste Weg, damit wir mit den Daten arbeiten können.

Für schriftliche Unterlagen gibt es außerdem ein Postfach:
Kinderschutzverläufe
Postfach 2511
55015 Mainz

Außerdem ist die wissenschaftliche Anlaufstelle per E-Mail (forschung@kinderschutzverlaeufe.de) erreichbar.

Fragen zum Prozess

Warum gibt es die Forschung dazu?
Im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode haben CDU/CSU und SPD vereinbart, die Kinder- und Jugendhilfe weiterzuentwickeln und dabei insbesondere den Kinderschutz und die Unterstützung von Familien zu verbessern. Hierzu hat der Deutsche Bundestag am 21. Februar 2019 auch einen Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen beschlossen (Bundestagsdrucksache 19/7904). Basis für diese Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe ist ein breiter Beteiligungsprozess.

Das Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) hat im Rahmen des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ den Auftrag, für die angestrebte Reform des SGB VIII wissenschaftliche Erkenntnisse über Veränderungsbedarfe zu gewinnen. Dies geschieht auf Grundlage der Erhebung von Erfahrungs- und Expertinnen-/Expertenwissen von Betroffenen und Fachkräften der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe sowie der angrenzenden Arbeitsfelder. Denn die wichtigsten Personen in diesem Prozess sind die Menschen, für die diese Gesetze gemacht werden: Die Adressatinnen/Adressaten und die professionellen Akteure, die auf der Rechtsgrundlage handeln.

In dem vertiefenden Forschungsmodul „Hochproblematische Kinderschutzverläufe: Betroffenen eine Stimme geben“ werden nun kritische Fallverläufe im Bereich Kinderschutz in den Blick genommen. Dadurch sollen Schwachstellen innerhalb des Kinderschutzgesetzes aus Perspektive der Betroffenen, aber auch aus Sicht der Akteure der relevanten Hilfesysteme sichtbar gemacht werden, um diese im Rahmen der Gesetzesnovellierung zu bearbeiten und so hochproblematische Fallverläufe künftig zu minimieren.

Wer hat die Forschung in Auftrag gegeben?
Auftraggeber der Forschung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Wer führt die Erhebung durch?
Das vertiefende Forschungsmodul wird vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) durchgeführt. Das Institut ist eine außeruniversitäre, sozialwissenschaftliche Praxisforschungseinrichtung, die im Spannungsfeld von Praxis, Wissenschaft und Politik angesiedelt ist. Es kommt dabei einer doppelten Funktion nach: Wissenstransfer in die Praxis und Politik einerseits, Rückkopplung von Praxiserfahrungen in den Forschungsprozess andererseits. Das Institut gliedert sich in zwei Gesellschaften auf: Die „IKJ Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH“ und die „IKJ ProQualitas GmbH“. Das IKJ bewegt sich in einer vielfältigen Kommunikationsstruktur, die sich aus Vertretenden von Praxis, Wissenschaft, Politik und Technik zusammensetzt. In diesen Systemen nimmt das IKJ mit seinen Mitarbeitenden eine aktive, integrierende Rolle ein und begegnet den Menschen mit einer wertschätzenden Grundhaltung. Jeder einzelne Mitarbeitende ist sich seiner Verantwortung gegenüber den an den Projekten/Verfahren des Instituts beteiligten Menschen bewusst und nimmt hinter den empirischen Daten die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Umfeld als Personen wahr. Wir sind institutionelles Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEVal) und orientieren uns sowohl an den DeGEVal-Standards für Evaluation als auch den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Weitere Informationen über das IKJ erhalten Sie unter: www.ikj-mainz.de

Darüber hinaus begleitet ein unabhängiges, interdisziplinäres Expertinnen-/Expertengremium das vertiefende Forschungsmodul. Dieses Gremium prüft und berät bei allen zentralen Schritten der Planung, Durchführung und Auswertung der Erhebung und interpretiert zusammen mit dem Institut die gewonnen Ergebnisse. Die Mitglieder des Gremiums finden Sie unter der Rubrik Expertinnen-/Experten-Gremium.

Was passiert mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse dienen dazu, strukturelle und insbesondere gesetzliche Veränderungsbedarfe für eine Verbesserung des Kinderschutzes zu identifizieren und als Eingabe für die geplante Novellierung des Kinder- und Jugendhilferechts nutzbar zu machen. Hierzu werden die Ergebnisse in den Dialogprozess „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ einfließen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse auch auf dieser Homepage veröffentlicht und sind somit für alle Interessierten öffentlich zugänglich.

Wie erhalte ich aktuelle Informationen zum Forschungsstand?
Unter der Rubrik „Stand der Forschung“ erfahren Sie immer, wo wir gerade im Prozess stehen und welche (Zwischen-)Ergebnisse im Downloadbereich für Sie zur Verfügung stehen.